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Doowon Technical University

 
Yeoju Institute of Technology

 

 

 

 

 

Ausbildung

Geschichte

Die historischen Wurzeln des dualen Ausbildungssystems reichen weit ins Mittelalter zurück. Bereits im 12. Jahrhundert entstanden in Handelsstädten die ersten Handwerkszünfte, die Vorgänger der heutigen Kammern. Sie schufen das Ausbildungsmodell „Lehrling – Geselle – Meister” und regelten sowohl die Lehrlings- als auch die Meisterausbildung im Handwerk. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führten die ersten Industrieunternehmen die Berufsausbildung ein und gründeten Lehrlingswerkstätten. Im Handwerkerschutzgesetz wurde 1897 dem Handwerk ein neuer rechtlicher Rahmen gegeben. Unter anderem wurde erstmals das duale Prinzip der Berufsausbildung – praktische Ausbildung im Betrieb, theoretischer Unterricht in der Berufsschule – gesetzlich festgeschrieben und geregelt. Außerdem wurde das Recht auszubilden an den Meistertitel gebunden. Mit dem Berufsbildungsgesetz von 1969 wurden die bis dahin regional unterschiedlichen Regelungen vereinheitlicht.

Was ist eine duale Ausbildung?

Im dualen Ausbildungssystem werden Schulabgänger auf das spätere Erwerbsleben vorbereitet. Eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker dauert drei Jahre und findet – dual – an zwei Lernorten statt: Die Theorie wird an Berufsschulen (Colleges), die Praxis im Ausbildungsbetrieb erlernt. Im Betrieb verbringt der Auszubildende circa 70% der Ausbildung. Er wird als Mitarbeiter Teil der ganz normalen Belegschaft und von seinem Ausbilder in die verschiedenen Arbeitsprozesse des Berufes eingeführt. Der Unterricht in der Berufsschule (30%) ergänzt die Ausbildung im Betrieb. Er findet in 3 Semestern an speziell dafür ausgesuchten Colleges statt. Die Lehrinhalte sind eng auf die praktische Ausbildung im Betrieb abgestimmt. Jede erfolgreich abgeschlossene Ausbildung führt zu einem doppelten Abschluss – koreanisches College Degree und in Deutschland anerkannter Abschluss.

Wer kann eine duale Ausbildung machen?

Jeder Jugendliche, der eine Technical High School besucht hat, kann sich um einen Ausbildungsplatz bewerben. Die Unternehmen führen Vorstellungsgespräche (siehe Bewerbungsprozess) und suchen ihre Auszubildenden eigenständig aus. Gerade Jugendliche, die eher praktisch, handwerklich begabt sind, können durch eine Ausbildung einen qualifizierten Beruf erlernen.

Was erwartet einen Auszubildenden im Unternehmen?

Der Hauptteil der Ausbildung findet im Unternehmen statt, mit dem der Auszubildende einen Ausbildungsvertrag schließt. Er durchläuft dabei verschiedene Ausbildungsstationen, die einem festgelegten Plan folgen. Die einzelnen Stationen werden zwar individuell festgelegt, Ausbildungsinhalte, zeitliche Abläufe und Prüfungen werden jedoch bundesweit einheitlich in sogenannten Ausbildungsordnungen geregelt. Im Rahmen des betrieblichen Teils der Ausbildung lernt der Auszubildende das Unternehmen, die Arbeitsprozesse und den Arbeitsalltag kennen. Unter Anleitung übernimmt er dabei die gleichen Tätigkeiten wie sein Ausbilder. Auf diese Weise wird nicht nur unternehmens- und branchenspezifisches Wissen vermittelt, sondern der Auszubildende sammelt auch für den späteren Berufseinstieg wichtige Arbeitserfahrung.

Wer darf ausbilden?

Unternehmen müssen bestimmte Kriterien erfüllen, um als Ausbildungsbetrieb zugelassen zu werden. Die Vorschriften unterscheiden dabei zwischen der Eignung des Betriebs als Ausbildungsstätte und der persönlichen und fachlichen Eignung des Ausbilders. Grundsätzlich muss der Betrieb dazu in der Lage sein, seinen Auszubildenden die in der Ausbildungsordnung vorgesehenen Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln. Er muss dazu den Auszubildenden einen zweckgemäß ausgestatteten Arbeitsplatz zur Verfügung stellen, an dem die für den Beruf relevanten Arbeitsschritte gelernt und geübt werden können. Die Vermittlung der Fertigkeiten im Betrieb erfolgt durch einen Ausbilder. Er ist für die Ausbildung der Jugendlichen verantwortlich und übernimmt neben der fachlichen Anleitung oft auch eine erzieherische Funktion. Er muss die Ausbildungsinhalte selbstständig planen, durchführen und kontrollieren können. Diese Fähigkeiten muss er durch schriftliche und praktische Prüfungen nachweisen. Die Abnahme dieser Prüfung sowie die letztendliche Zulassung des Betriebs als Ausbildungsbetrieb erfolgt durch KGCCI.

Welche Inhalte vermittelt die Berufsschule/College?

Der praxisorientierte Teil der Ausbildung im Betrieb wird durch den Unterricht an einer Berufsschule ergänzt. Er ist für alle Auszubildenden verpflichtend und findet über die komplette Dauer der Ausbildung in 3 Semstern statt.

Inhaltlich gliedert sich der Unterricht in zwei Teile:
Erstens berufsbezogene, fachtheoretische Grundlagen, die auf die Anforderungen des KFZ Mechatronikers abgestimmt sind und zweitens allgemeinbildende Fächer.

Der Inhalt des Berufsschulunterrichts ist im Rahmenlehrplan des jeweiligen Ausbildungsberufs festgelegt. Der Unterricht ist in sogenannten „Lernfeldern” organisiert:
Fachliche Inhalte und Kompetenzen werden nicht in Themenblöcken, sondern anhand realer Situationen des Arbeitslebens exemplarisch erarbeitet. Durch diese didaktische Struktur können Berufsschulen besser auf die individuellen Bedürfnisse einzelner Schüler eingehen. Die Inhalte des Unterrichts werden regelmäßig in Prüfungen abgefragt und in Zeugnissen festgehalten.

Welche Prüfungen müssen Auszubildende bestehen?

Am Ende jeder Ausbildung stehen umfassende Abschlussprüfungen, in denen die Lerninhalte der gesamten Ausbildung abgefragt werden. Es wird sowohl schriftlich als auch praktisch geprüft.

Organisiert und durchgeführt werden diese Prüfungen von KGCCI. Wird die Abschlussprüfung nicht bestanden, kann sie bis zu zweimal wiederholt werden, danach gilt sie als endgültig nicht bestanden.

Mit erfolgreichem Bestehen der dualen Ausbildung erhält der Absolvent drei Zeugnisse:
eines von der Berufsschule, eines vom Ausbildungsbetrieb und das deutsche Zertifikat ausgestellt von KGCCI/DIHK.