AHK World Business Outlook Frühjahr 2018

15.05.18

Wie schätzt die exportorientierte deutsche Wirtschaft ihre Geschäftsaussichten in einem immer schwierigeren globalen Umfeld ein? Die DIHK-Umfrage "AHK World Business Outlook" konstatiert eine robuste Weltwirtschaft zeigt aber gleichzeitig wachsende Risiken auf.

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK), Dachorganisation der AHK Korea, veröffentlichte die Ergebnisse der DIHK-Umfrage " AHK World Business Outlook" im Mai 2018. An der Befragung durch die Deutschen Auslandshandelskammern (AHKs) beteiligten sich rund 5.100 deutsche Unternehmen, Niederlassungen und Tochtergesellschaften sowie Betriebe mit engem Deutschlandbezug.

Das weltweite Wirtschaftswachstum entwickelt sich trotz weltweiter Krisen und handelspolitischer Herausforderungen insgesamt robust. "Die weltweite Konjunktur ist aufwärts gerichtet – eigentlich", bilanzierte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier die Umfrageergebnisse in Berlin. Die deutschen Unternehmen im Ausland blicken nach einer leichten Eintrübung im Herbst 2017 grundsätzlich zuversichtlich auf die globale Konjunktur.

Dank der guten Weltkonjunktur und wieder anziehender Investitionsneigung weltweit machen deutsche Unternehmen im Ausland gute Geschäfte. Die optimistische Grundstimmung zeigt sich auch in den aufgestockten Investitions- und Beschäftigungsplänen der Unternehmen.

Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stellen jedoch erneut das größte Risiko für die deutschen Unternehmen weltweit dar. „Marktzutrittsbarrieren, Handelskonflikte, neue Sanktionsregime – der Protektionismus nimmt aus Sicht der international aufgestellten deutschen Wirtschaft enorm zu." so Treier.

In fast allen Weltregionen sind die Erwartungen an die Konjunktur gestiegen. Lediglich in China gibt es einen leichten Rückgang bei den Wachstumserwartungen – ausgehend von hohem Niveau. Südkorea entwickelt sich kräftig mit Wachstumsraten von um die drei Prozent. Grund sind vor allem der Anstieg bei den Exporten und Investitionen. Der Fachkräftemangel und die schwache Binnennachfrage verhindern eine noch höhere Dynamik. Die Nachfrage ist das größte Geschäftsrisiko für 60 Prozent der Unternehmen. Die Reformansätze der aktuellen Regierung für eine Stärkung des Mittelstands und Senkung der Jugendarbeitslosigkeit müssen erst noch Wirkung zeigen und entfalten. Die Lage der Unternehmen ist mit einem Saldo von null Punkten lediglich zufriedenstellend.

Die volle Auswertung finden Sie hier.