Business Confidence Umfrage 2017

01.02.18

Deutsche Wirtschaft fordert klare Regularien in Korea

 

 

(Seoul, 31. Januar 2018) Laut einer gemeinsamen Umfrage von zwölf europäischen Handelskammern in Korea haben europäische Unternehmen – davon etwa ein Drittel deutsche Firmen – optimistische Geschäftsaussichten für den koreanischen Markt bescheinigt und gleichzeitig Reformen gefordert, die ein klares und faires Geschäftsumfeld schaffen.

Südkorea bleibt wichtiger Markt

Korea gehört unverändert zu den drei größten Absatzmärkten in Asien. 77% der deutschen Unternehmen, die sich an der Stimmungsumfrage beteiligt haben, sind bereits seit über zehn Jahren auf dem koreanischen Markt. Die Investitionsabsichten für 2018 bleiben optimistisch. So gaben 46% der in der Erhebung befragten deutschen Firmen an, ihre Geschäfte in Korea weiter ausbauen zu wollen. Der in Korea erwirtschaftete Jahresumsatz (2016) betrug bei 54% der befragten deutschen Firmen mehr als 50 Millionen Euro. Drei Prozent der befragten Unternehmen haben sogar einen Umsatz über einer Milliarde Euro verzeichnet.

Wirtschaftswachstum und Arbeitskosten bestimmen die Aussichten

Die Wachstumsaussichten für ihre Branchen schätzen die deutschen Unternehmen mit Blick auf die nächsten zwei Jahre mit 69% überwiegend optimistisch ein, wobei die Entwicklung der Profitabilität sehr unterschiedlich eingeschätzt wird. Die Entwicklung der Arbeitskosten hingegen wurde mit 57% pessimistischen Bewertungen als deutliche Herausforderung für die nächsten zwei Jahre wahrgenommen, und die Unternehmen erwarten auch keine deutliche Verbesserung der Arbeitsproduktivität, die diese auffangen könnten.

Klare Regularien und ein faires Wettbewerbsumfeld

Das Geschäftsumfeld in Korea bleibt eine Herausforderung für in Korea aktive deutsche Firmen. Nichttarifäre Handelshemmnisse, unklare Regularien, willkürliche Auslegungen, aber auch die Verfügbarkeit qualifizierter Arbeitskräfte gehören zu den in der Umfrage meist genannten Herausforderungen für deutsche Firmen in Korea. Entsprechend wurden Rechtsstaatlichkeit (97%), fairer Wettbewerb (89%) und eine Offenheit des koreanischen Marktes für Ausländer (89%) als wichtigste Faktoren für die weitere wirtschaftliche Entwicklung Koreas gesehen.

 

Die Geschäftsführerin der AHK Korea Barbara Zollmann:

"Die Umfrage bestätigt, dass Korea für deutsche Unternehmen ein sehr wichtiger und starker Wirtschaftspartner ist. Dies spiegeln auch die Investitionszahlen wieder: Deutschland war 2017 der größte europäische Investor in Korea. Leider hat sich, wie die Umfrage untermauert, trotz dieser positiven Zahlen in den letzten Jahren das Geschäftsumfeld für deutsche Firmen in Korea verschlechtert. Wir appellieren daher an die neue koreanische Regierung, die von den deutschen Investoren angesprochenen Handlungsfelder zu adressieren, um ein gutes Geschäftsumfeld für neue Investitionen in Korea und Kooperationen in Themen wie Industrie 4.0, Energiewende, Elektromobilität etc. zu schaffen".

 

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