DIHK-Konjunkturumfrage bei den Industrie- und Handelskammern im Herbst 2018

27.000 Unternehmer haben an der DIHK-Umfrage zur konjunkturellen Entwicklung teilgenommen. Die Unternehmen in Deutschland blicken deutlich verhaltener auf ihre künftigen Geschäfte. Besonders zeigt sich das in der Industrie und bei den Exporterwartungen. Die Investitions- und Beschäftigungspläne bleiben vergleichsweise stabil. Das sorgt aktuell für eine gewisse Stabilität.

Der DIHK senkt für dieses Jahr (2018) abermals seine Wachstumsprognose von ursprünglich 2,7 (Jahresbeginn 2018) über 2,2 (Frühsommer 2018) auf jetzt enttäuschende 1,8 Prozent. Auf Grund der zu Jahresbeginn guten Ausgangslage hatten die Unternehmen mehr erwartet. Die konjunkturelle Dynamik bleibt weit hinter den Erwartungen zurück.

Für 2019 prognostiziert der DIHK ein Wachstum von 1,7 Prozent - trotz finanzpolitischer Spritzen in der Größenordnung von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (u.a. Familienentlastungsgesetz, aufgestockte Mütterrente, Pflegepersonalstärkungsgesetz). Sorgen bereitet, dass Investitionen und vor allem der Export an Schubkraft einbüßen. Der Inlandskonsum wird wieder stärker zur Konjunkturstütze. Hier macht sich die gute Arbeitsmarktsituation mit steigenden Einkommen bemerkbar – auch als Ergebnis der bisher guten Weltkonjunktur und des damit verbundenen Exportwachstums.

Die Beschäftigung entwickelt sich weiter positiv. Der DIHK rechnet mit einem Plus von 580.000 zusätzlichen Stellen in diesem Jahr (Frühsommer-Prognose für 2018: 550.000) und 500.000 im Jahr 2019. Angesicht der Knappheiten auf dem Arbeitsmarkt beobachtet der DIHK eine gewisse Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsaufbau. Der Aufbau wird allerdings nur gelingen, wenn weiterhin die inländischen Potenziale erschlossen werden und gleichzeitig Fachleute aus den europäischen Nachbarländern und Drittländer nach Deutschland kommen.

Die volle Auswertung finden Sie hier.

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