Die Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer (KGCCI, Hauptgeschäftsführerin & CEO Marie Antonia von Schönburg) hat in Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft Seoul und der Deutsch-Koreanischen Energiepartnerschaft sowie mit Unterstützung von RWE Renewables, Reinhausen, Skyborn Renewables, TÜV SÜD und BayWa r.e. am 14. September das Deutsch-Koreanische Wirtschaftsforum für Erneuerbare Energien 2026 im Four Seasons Hotel Seoul veranstaltet.
Unter dem Motto „Windenergie in Aktion – Von den politischen Rahmenbedingungen zur Markteinführung“ brachte das Forum über 200 wichtige Interessenvertreter aus Politik, Wirtschaft, Finanzwesen und Wissenschaft beider Länder zusammen, um über Koreas sich entwickelnde regulatorische Rahmenbedingungen im Windenergiebereich zu diskutieren und Möglichkeiten für eine vertiefte bilaterale Zusammenarbeit auszuloten.
Zu den hochrangigen Rednern zählten Kookhyun Im, Generaldirektor des Büros für die Förderung der Offshore-Windkraft im südkoreanischen Ministerium für Klima, Energie und Umwelt (MCEE); Dr. Ron Lipka, Referatsleiter im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE); Joern Beissert, ständiger Vertreter des Botschafters an der Deutschen Botschaft Seoul; sowie Marie Antonia von Schönburg, Hauptgeschäftsführerin & CEO der KGCCI.
Der Abgeordnete Ho-young Ahn betonte in einer Videobotschaft: „Das Deutsch-Koreanische Wirtschaftsforum für Erneuerbare Energien bietet eine wertvolle Gelegenheit für unsere beiden Länder, politische und praktische Erfahrungen im Windenergiebereich auszutauschen und konkrete Wege der Zusammenarbeit zu erkunden. Die Nationalversammlung wird weiterhin einen stabilen politischen Rahmen unterstützen, damit sich die deutsch-koreanische Zusammenarbeit in konkreten Fortschritten beim Ausbau der erneuerbaren Energien und der industriellen Entwicklung niederschlägt.“
Dr. Ron Lipka, Referatsleiter für Energiepartnerschaften im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE), der für die Veranstaltung nach Korea gereist war, hob in seinem Grußwort die gemeinsamen Herausforderungen beider Länder hervor: „Die heutige Tagesordnung spiegelt die gemeinsamen Herausforderungen wider, vor denen Korea und Deutschland bei der Entwicklung von Onshore- und Offshore-Windprojekten stehen. Ich bin davon überzeugt, dass wir durch den Austausch unserer Erfahrungen und Ideen Ansätze identifizieren können, die einen schnelleren und effektiveren Ausbau der erneuerbaren Energien in beiden Ländern unterstützen.“
Das Programm umfasste zwei Hauptsitzungen: „Die Lücke unter regierungsgeleiteten Rahmenbedingungen schließen – Sicherung stabiler Ausschreibungsvolumina, Ausweitung des Ausbaus durch geplante Standortauswahl“ sowie „Grundlagen schaffen – Regionale Cluster und Fachkräfteentwicklung für Exzellenz in der Offshore-Windenergie“. Daran schloss sich eine Pitching- und Fishbowl-Diskussion zum Thema „Onshore-Windpotenziale erschließen – Repowering-Strategien und bürgerbasierte Geschäftsmodelle“ an. Führende Experten des MCEE, des BMWE, von RWE Renewables Korea, Skyborn Renewables Korea, der Korea Electric Power Corporation, Ocean Energy Pathway, TÜV SÜD Korea, des Ulsan Technopark, der Hanyang-Universität, von Agora Energiewende, Solutions for our Climate, SK eternix, BayWa r.e. Korea und Revent Energy teilten ihre Einblicke und ihr Fachwissen.
Das Forum klang mit einer Pitching- und Fishbowl-Session zu Repowering-Strategien und bürgerbasierten Geschäftsmodellen für die Onshore-Windenergie aus. Yookeun Kwak, Leiter des Teams für Windkraftentwicklung bei SK eternix, präsentierte die Rolle der Onshore-Windenergie bei Koreas Energiewende. Yunseop Keum, Leiter für Windprojekte in Südkorea bei BayWa r.e. Korea, ging auf die gesellschaftliche Akzeptanz und lokale Geschäftsmodelle ein, während Junchul Kim, Leiter der Geschäftsentwicklung bei Revent Energy, einen Pitch zur Erschließung des südkoreanischen Onshore-Windpotenzials hielt. Die anschließende Fishbowl-Diskussion wurde von Songi Park, Rechtsanwältin bei SFOC, moderiert. Dabei wurde erörtert, wie das Repowering alternder Onshore-Anlagen und die direkte Einbindung der Standortgemeinden zusätzliche Kapazitäten freisetzen können, ohne dass es zu Verzögerungen bei den Genehmigungen für neue Standorte kommt.
Jihee Jeong, Leiterin des Sekretariats der Deutsch-Koreanischen Energiepartnerschaft in Korea, erklärte: „Die Deutsch-Koreanische Energiepartnerschaft hat sich kontinuierlich zur wichtigsten Plattform für die energetische Zusammenarbeit zwischen Korea und Deutschland entwickelt. Sie bringt politische Entscheidungsträger, Unternehmen und Experten beider Länder zusammen und trägt dazu bei, den regelmäßigen Austausch in eine tiefere und praxisnahere Zusammenarbeit zu überführen.“