Der deutsche Botschafter in Südkorea, Georg Schmidt, betonte, dass keines der beiden Länder Supermächte wie die USA oder China ersetzen könne. Angesichts eskalierender globaler Konflikte trage eine engere Zusammenarbeit von Mittelmächten jedoch entscheidend zur Stabilität bei.
Im Vorfeld des Spitzentreffens von Bundeskanzler Friedrich Merz mit Präsident Lee Jae-myung sprach sich Schmidt für De-Risking statt De-Coupling aus. Zudem hob er gemeinsame Wertschöpfungsketten in den Bereichen Halbleiter, Biotechnologie und künstliche Intelligenz hervor, die durch bedeutende Investitionen deutscher Unternehmen wie Merck und Sartorius untermauert werden. Mit Blick auf die gemeinsamen Sicherheitsherausforderungen infolge der Beteiligung Nordkoreas am Krieg gegen die Ukraine bekräftigte Schmidt die Rolle Deutschlands im UN-Kommando. Er plädierte für eine vertiefte Verteidigungskooperation in den Bereichen Cybersicherheit, Drohnen und weitere unbemannte Systeme, wobei er zugleich die Notwendigkeit eines kontinuierlichen Dialogs unterstrich.
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