Die Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer (KGCCI), vertreten durch ihre Hauptgeschäftsführerin & CEO Marie Antonia von Schönburg, besuchte am 16. September die Sookmyung Women’s University zu einem Spitzengespräch mit Universitätspräsidentin Moon Si-youn. Die Führungsspitzen erörterten praxisorientierte Modelle der akademisch-industriellen Zusammenarbeit, darunter gemeinsame Bildungsprogramme mit deutschen multinationalen Unternehmen, Praktika, Rekrutierungswege sowie kooperative Forschungsprojekte. Aufbauend auf diesen Gesprächen vereinbarten beide Institutionen, eine nachhaltige Partnerschaft aufzubauen und auf die Unterzeichnung einer formellen Absichtserklärung (MoU) hinzuarbeiten.
Gespräche über eine substanzielle Zusammenarbeit: Praktika, Mentoring und gemeinsame F&E
Während des Treffens wurden konkrete Maßnahmen erörtert, um das Netzwerk der KGCCI von rund 500 Mitgliedsunternehmen sowie deren Expertise in der Berufsbildung mit den akademischen und wissenschaftlichen Kapazitäten der Sookmyung Women’s University zu verknüpfen. Zu den wichtigsten Kooperationsbereichen gehören Ringvorlesungen und Executive-Mentoring durch globale deutsche Unternehmen sowie gemeinsame F&E und projektbasiertes Lernen (Project-Based Learning, PBL) in zentralen MINT-Disziplinen wie Künstlicher Intelligenz, Informatik und Bioingenieurwesen.
Darüber hinaus erörterten beide Seiten die Einrichtung in- und ausländischer Praktikumsprogramme, gemeinsame Initiativen in den Bereichen ESG, Diversität und Frauenförderung in Führungspositionen sowie Austauschprogramme, die sowohl interkulturelle Trainings für Beschäftigte deutscher Unternehmen als auch die Stärkung globaler Kompetenzen der Studierenden umfassen.
Statt eines rein punktuellen Austauschs streben beide Institutionen einen anwendungsorientierten Kooperationsrahmen an, der praxisnahe Studierendenprojekte unmittelbar mit den Anforderungen der Industrie verzahnt und Perspektiven für den Berufseinstieg eröffnet. Insbesondere wird geprüft, wie akademische Curricula mit der Expertise der KGCCI aus dem dualen Ausbildungssystem („Ausbildung“) kombiniert werden können.
Die Gespräche betonten zudem Synergien mit „WIR (Women In koRea)“, der Mentoring-Initiative der KGCCI, die weibliche Führungskräfte aus der Wirtschaft mit aufstrebenden Nachwuchstalenten vernetzt. Durch die Verknüpfung von WIR mit dem Profil der Sookmyung Women’s University in der Ausbildung weiblicher Führungskräfte planen beide Seiten facettenreiche Maßnahmen in den Bereichen Mentoring, Karriereförderung und Diversität.
Einladung zur APK 2026 und globaler Wirtschaftsaustausch
Im Rahmen des Gesprächs lud die KGCCI Präsidentin Moon Si-youn offiziell zur 19. Asien-Pazifik-Konferenz der Deutschen Wirtschaft (APK 2026) ein, die vom 29. bis 31. Oktober in Seoul stattfindet.
Das Programm der APK 2026 umfasst unter anderem eine Keynote von Bundeskanzler Friedrich Merz; die Konferenz wird gemeinsam von Katherina Reiche, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, sowie Roland Busch, Vorsitzender des Asien-Pazifik-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft (APA) und CEO von Siemens, geleitet. Über dieses Forum beabsichtigen beide Institutionen, hochrangige Kontakte zu internationalen Führungskräften auszubauen und nachhaltige Impulse für die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Industrie zu setzen.
Marie Antonia von Schönburg, Hauptgeschäftsführerin & CEO der KGCCI, erklärte: „Wir freuen uns sehr über diesen ersten Schritt zu einer neuen Partnerschaft mit der Sookmyung Women’s University, die für die Ausbildung der nächsten Generation von Führungsfrauen in Korea hohes Ansehen genießt. Indem wir die herausragenden Talente der Sookmyung mit dem starken Netzwerk der deutschen Unternehmen, unserer Expertise in der beruflichen Bildung und der Frauenführungsplattform WIR der KGCCI zusammenführen, möchten wir tragfähige Brücken zwischen Bildung und Wirtschaft bauen und den Studentinnen Wege eröffnen, sich im globalen Geschäftsumfeld zu vernetzen, zu lernen und zu wachsen.“
Moon Si-youn, Präsidentin der Sookmyung Women’s University, betonte: „Dieses Treffen ist ein überaus bedeutsamer erster Schritt, um unsere Studentinnen mit deutschen Unternehmen zusammenzubringen, die für ihre weltweite Wettbewerbsfähigkeit bekannt sind. Wir werden diese Möglichkeiten kontinuierlich ausbauen, damit Studierende verschiedenster Fachrichtungen wertvolle Praxiserfahrung sammeln können.“