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Korea und Deutschland bekräftigen Partnerschaft für die Energiewende beim 8. Koreanisch-Deutschen Energietag in Berlin

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Die Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer (KGCCI, Hauptgeschäftsführerin & CEO Marie Antonia von Schönburg) hat in Zusammenarbeit mit dem Korea Energy Economics Institute (KEEI), das Korea Institute of Energy Technology Evaluation and Planning (KETEP) und dem deutschen Thinktank adelphi am 25. Juni den 8. Koreanisch-Deutschen Energietag (KGED) im Besucherzentrum des Bundespresseamtes in Berlin veranstaltet.

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Die Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer (KGCCI, Hauptgeschäftsführerin & CEO Marie Antonia von Schönburg) hat in Zusammenarbeit mit dem Korea Energy Economics Institute (KEEI), das Korea Institute of Energy Technology Evaluation and Planning (KETEP) und dem deutschen Thinktank adelphi am 25. Juni den 8. Koreanisch-Deutschen Energietag (KGED) im Besucherzentrum des Bundespresseamtes in Berlin veranstaltet. Die hochrangig besetzte Konferenz zog mehr als 100 Teilnehmer aus dem koreanischen und deutschen Energiesektor, aus Politik, Wirtschaft und Forschung an.

 

Unter dem Thema „Aufbau resilienter und kohlenstoffarmer Stromsysteme: Koreanisch-deutsche Perspektiven auf Kapazitätsmechanismen, Batteriespeicher und Batterie-Recycling“ befasste sich die diesjährige Ausgabe mit einigen der kritischsten und aktuellsten Herausforderungen, vor denen beide Volkswirtschaften bei der Beschleunigung ihrer jeweiligen Energiewende stehen.

 

Der KGED ist die wichtigste jährliche Veranstaltung der Koreanisch-Deutschen Energiepartnerschaft, die gemeinsam vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und dem koreanischen Ministerium für Klima, Energie und Umwelt (MCEE) ausgerichtet wird. Die Energiepartnerschaft wurde 2019 mit der Unterzeichnung einer gemeinsamen Absichtserklärung (Joint Declaration of Intent) zur erweiterten Kooperation bei der Energiewende ins Leben gerufen.

 

Die Konferenz wurde mit Keynote-Reden von Michael Hackethal, Referatsleiter Multilaterale Energiekooperation im BMWE, und Jeeyoung Kim, Generaldirektorin des Büros für internationale Zusammenarbeit im MCEE, eröffnet. Es folgten Grußworte von Seungjin Ko, Handelsattaché an der Botschaft der Republik Korea in Berlin, Dr. Sebastian Muschter, CEO von adelphi, und Jihee Jeong, stellvertretende Direktorin der KGCCI. Der Eröffnungsteil gab die klare Richtung vor: Sowohl Korea als auch Deutschland befinden sich an einem Wendepunkt ihrer Energiewende, und internationale Zusammenarbeit ist keine Option, sondern eine Notwendigkeit.

 

Die Keynote-Präsentationen befassten sich mit den übergreifenden energiepolitischen Ausrichtungen beider Länder, vorgetragen von Jeeyoung Kim (Generaldirektorin des Büros für internationale Zusammenarbeit im MCEE) und Michael Hackethal (Referatsleiter Multilaterale Energiekooperation im BMWE).

 

Jeeyoung Kim erklärte: „In einem kohlenstoffarmen Stromsystem wird die Fähigkeit, Strom genau dann zu liefern, wenn er gebraucht wird, zu einem kritischen Wert an sich. Der Erfahrungsaustausch zwischen Korea und Deutschland über eine Reihe von institutionellen Mechanismen – einschließlich Kapazitätsmechanismen, strategischen Reserven und Flexibilitätsmärkten – kann wertvolle Erkenntnisse für die Gestaltung von Strommärkten liefern, die sowohl zuverlässig als auch effizient sind.“

 

Michael Hackethal betonte: „Der Koreanisch-Deutsche Energietag ist die wichtigste jährliche Veranstaltung unserer Energiepartnerschaft – eine Partnerschaft zwischen Regierungen, aber auch zwischen Industrien, Forschungseinrichtungen und den vielen Einzelpersonen, die unsere Zusammenarbeit in die Tat umsetzen. Diese Plattform schafft den Raum, in dem diese komplementären Stärken aufeinandertreffen und in dem wir gemeinsame Antworten auf geteilte Herausforderungen diskutieren.“

 

Die Konferenz war in drei Sitzungen unterteilt: 

  • Sitzung 1: Versorgungssicherheit im Stromsektor: Bereitstellung von Flexibilität durch Kapazitätsmechanismen, strategische Reserven und andere Optionen
  • Sitzung 2: Integration von Großbatterie-Energiespeichersystemen in das Stromnetz
  • Sitzung 3: Recycling von Batteriezellen

 

Die erste Fokus-Sitzung untersuchte, wie Korea und Deutschland die Sicherheit der Stromversorgung gewährleisten und gleichzeitig den Übergang zu kohlenstoffarmen Stromsystemen vorantreiben können. Präsentationen von Dr. Anton Burger, Vice President von Compass Lexecon, Dr. Martin Kittel, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), und Dr. Kyuhyeong Kwag, Associate Research Fellow am Korea Energy Economics Institute (KEEI), beleuchteten globale Best Practices und jüngste politische Entwicklungen im Zusammenhang mit Kapazitätsmechanismen, strategischen Reserven und anderen Flexibilitätsinstrumenten. Eine Podiumsdiskussion mit Experten des DIW, des KEEI und von Compass Lexecon sowie Prof. Dr. Junghwa Lee von der Berliner Hochschule für Technik (BHT) untersuchte die Rolle dieser Mechanismen bei der Aufrechterhaltung der Netzstabilität und der Gewährleistung einer sicheren und resilienten Stromversorgung angesichts wachsender Anteile erneuerbarer Energien.

 

Die zweite Fokus-Sitzung befasste sich mit der wachsenden strategischen Bedeutung von Batterie-Energiespeichersystemen (BESS) in beiden Ländern. Präsentationen von Dr. Sangwon Kim, Forschungskoordinator am Korea Institute of Science and Technology Europe (KIST Europe), und Laura Leypoldt, Leiterin Kommunikation beim Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES), skizzierten den aktuellen Stand des BESS-Ausbaus im Netzmaßstab in Korea und Deutschland. Kihyun Kim, Direktor von Standard Energy Inc., steuerte Investorenperspektiven zu Marktrealitäten, Finanzierungsbarrieren und sich abzeichnenden Chancen bei. Eine Podiumsdiskussion untersuchte die strukturellen, regulatorischen und finanziellen Bedingungen, die erforderlich sind, um Groß-BESS zu einer vollständig bankfähigen und netztauglichen Lösung in beiden Märkten zu machen.

 

Die dritte Fokus-Sitzung untersuchte das Recycling von Batteriezellen als eine kritische Säule einer resilienten und wettbewerbsfähigen Batteriewertschöpfungskette. Max Fuhr, Leiter des kaufmännischen Managements im Chemiepark Bitterfeld-Wolfen, und Prof. Keeyoung Jung, außerordentlicher Professor an der Sunchon National University, zeigten die Industrielandschaft für die Batterieproduktion und das Recycling in beiden Ländern auf. Andrea Mirandola, Vertriebsleiter der Duesenfeld GmbH, und Yutack Kim, CEO von ABR, stellten Best Practices im Bereich fortschrittlicher Batteriezellen-Recyclingtechnologien vor. Eine Podiumsdiskussion mit dem Titel „Vom Abfall zur Ressource: Die Rolle des Recyclings in einer resilienten Batteriewertschöpfungskette“ bewertete, wie beide Länder regulatorische Rahmenbedingungen und industrielles Know-how nutzen können, um geschlossene Batterie-Ökosysteme aufzubauen, die die Energiesicherheit und die industrielle Wettbewerbsfähigkeit stärken.

 

Die Konferenz schloss mit einem bilateralen, hochrangigen Abschlussinterview, das von Gunnar Will, Senior Manager bei adelphi, moderiert wurde. Marius Strotjohann, stellvertretender Leiter des Referats Energiepartnerschaften im BMWE, zog zusammen mit Jihee Lee, Senior Researcher am Korea Institute of Energy Technology Evaluation and Planning (KETEP), und Dr. Yeonbin Yang, Associate Research Fellow am KEEI, die wichtigsten Erkenntnisse des Tages und bekräftigte das Engagement beider Regierungen für fortgesetzte gemeinsame Maßnahmen bei Kapazitätsmechanismen, Batteriespeichern, Recycling und dem Weg zu Netto-Null-Emissionen.

 

Jihee Jeong, stellvertretende Direktorin der Koreanisch-Deutschen Industrie- und Handelskammer (KGCCI), betonte: „Korea und Deutschland sind wichtige Partner, um gemeinsam eine Energiewende voranzutreiben, die sowohl sicher als auch industriell wettbewerbsfähig ist. Dabei bauen wir auf den Erfahrungen und Stärken des jeweils anderen auf und reduzieren unnötige Fehlversuche.“

 

Seit ihrer Ernennung zum offiziellen Sekretariat der Koreanisch-Deutschen Energiepartnerschaft im Jahr 2021 unterstützt die KGCCI gemeinsam mit adelphi die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern in verschiedenen Bereichen. Sie fördert den Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und Energieexperten in enger Kooperation mit Akteuren aus beiden Ländern. Insbesondere organisiert die KGCCI Arbeitsgruppensitzungen der Koreanisch-Deutschen Energiepartnerschaft, Energieworkshops, Expertentreffen sowie Delegationsreisen mit, führt diese durch und ist zudem Mitorganisator des Koreanisch-Deutschen Energietages.

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Ehrengäste und Hauptteilnehmer stellen sich für ein Foto während des 8. Koreanisch-Deutschen Energietages auf, der am 25. Juni 2026 stattfand. (Bildquelle = KGCCI)
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Jihee Jeong, Vorsitzende des Sekretariats der Koreanisch-Deutschen Energiepartnerschaft in Korea und stellvertretende Direktorin der KGCCI, hält eine Begrüßungsrede auf dem 8. Koreanisch-Deutschen Energietag. (Bildquelle = KGCCI)

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