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KGCCI Economic Outlook 2026: Stärkung der deutsch-koreanischen Zusammenarbeit in einem volatilen globalen Umfeld

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Die Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer (KGCCI; Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Marie Antonia von Schönburg) hielt am 29. Januar den „KGCCI Economic Outlook 2026“ im Fairmont Ambassador Hotel in Seoul ab. Die Veranstaltung brachte rund 80 Führungskräfte, Regierungsvertreter und Branchenexperten zusammen, um die Aussichten für die koreanische und die Weltwirtschaft zu erörtern. Im Fokus stand dabei die Suche nach Möglichkeiten zur Vertiefung der deutsch-koreanischen Wirtschaftsbeziehungen angesichts wachsender geopolitischer und ökonomischer Unsicherheiten.

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Die Deutsch-Koreanische Industrie- und Handelskammer (KGCCI; Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Marie Antonia von Schönburg) hielt am 29. Januar den „KGCCI Economic Outlook 2026“ im Fairmont Ambassador Hotel in Seoul ab. Die Veranstaltung brachte rund 80 Führungskräfte, Regierungsvertreter und Branchenexperten zusammen, um die Aussichten für die koreanische und die Weltwirtschaft zu erörtern. Im Fokus stand dabei die Suche nach Möglichkeiten zur Vertiefung der deutsch-koreanischen Wirtschaftsbeziehungen angesichts wachsender geopolitischer und ökonomischer Unsicherheiten.

 

Die Veranstaltung begrüßte hochrangige Gäste und Redner, darunter S.E. Georg Schmidt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Korea; Seung Heon Lee, ehemaliger stellvertretender Gouverneur der Bank of Korea und Professor an der Graduate School of Business der Soongsil University; Marie Antonia von Schönburg, Präsidentin & CEO der KGCCI; sowie Katharina Viklenko, Director und Korrespondentin Korea bei Germany Trade & Invest (GTAI). Die Referentinnen und Referenten gaben fundierte Einblicke in makroökonomische Trends, bilaterale Beziehungen sowie strategische Überlegungen für Unternehmen, die sich in einem zunehmend komplexen globalen Umfeld bewegen.

 

In ihren Eröffnungsworten betonte Hyun-nam Park, Koreanische Vorsitzende der KGCCI, die Widerstandsfähigkeit und die langfristige Tiefe der koreanisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen. Sie erklärte:
„In einem Jahr, das von einer zunehmenden wirtschaftlichen Verflechtung und einer Ausweitung der strategischen Zusammenarbeit geprägt ist, bleibt die koreanisch-deutsche Partnerschaft ein Pfeiler von Stabilität und Chancen. Trotz wachsender geopolitischer Unsicherheiten sind Unternehmen aus beiden Ländern in besonderer Weise positioniert, gemeinsame Werte wie Innovation, Resilienz und Nachhaltigkeit in konkretes Wachstum umzusetzen. Die KGCCI wird diese Beziehungen weiter stärken und ihre Mitglieder dabei unterstützen, globale Herausforderungen durch praktische Zusammenarbeit in gemeinsame Chancen zu verwandeln.“

 

Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten hob S.E. Georg Schmidt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Korea, die zunehmende Bedeutung von Partnerschaften zwischen gleichgesinnten Ländern hervor und bekräftigte die gemeinsamen Werte sowie die langjährige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Korea. Mit Blick auf einen zentralen Meilenstein des Jahres erklärte er:
„Ich bin zuversichtlich, dass die Asia-Pacific Conference (APK) – das Flaggschiff-Treffen der deutschen Wirtschaft im asiatisch-pazifischen Raum –, die im Oktober dieses Jahres in Seoul stattfinden wird, einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, unsere beiden Länder noch enger zusammenzubringen.“

 

In seiner Keynote-Rede mit dem Titel „Korean Economic Outlook and Key Issues“ präsentierte Seung Heon Lee, ehemaliger stellvertretender Gouverneur der Bank of Korea und Professor an der Graduate School of Business der Soongsil University, eine umfassende Analyse der makroökonomischen Perspektiven Koreas. Er betonte:
„Das Jahr 2026 muss zu einem Wendepunkt werden, der über eine rein zyklische Erholung hinausgeht und den Wachstumspfad Koreas für das kommende Jahrzehnt neu gestaltet.“
Weiter führte er aus, dass Korea zur Überwindung der strukturellen Verwundbarkeiten des Won die inländischen Investitionsmöglichkeiten ausweiten und die Ressourcenallokationsfunktion des Kapitalmarktes stärken müsse, um die Grundlage für nachhaltiges Wachstum neu zu festigen. Zudem müsse eine Marktinfrastruktur weiterentwickelt werden, die Wechselkursvolatilitäten besser absorbieren könne, um die Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft zu erhöhen.

 

Katharina Viklenko, Director und Korrespondentin Korea bei GTAI, gab einen Überblick über das wirtschaftliche Umfeld Koreas aus Sicht deutscher Unternehmen. Sie verwies sowohl auf kurzfristige Herausforderungen – darunter globale Handelsspannungen und Wechselkursvolatilität – als auch auf langfristige Chancen in Bereichen wie fortschrittliche Fertigung, Energiewende, Digitalisierung und neue Technologien.
„Insgesamt ist Korea für das Jahr 2026 gut positioniert, um ein höheres BIP-Wachstum zu erzielen, das vor allem durch die starke weltweite Nachfrage nach Halbleitern im Zuge des globalen KI-Booms getragen wird“, erklärte sie. „Gleichzeitig stellen die ausgeprägte Divergenz zwischen KI-bezogenen und nicht KI-bezogenen Sektoren – entlang eines ‚K-förmigen‘ Musters über verschiedene Branchen hinweg – sowie der schwache koreanische Won weiterhin zentrale Verwundbarkeiten für die wirtschaftliche Entwicklung des Landes dar.“

 

Die Veranstaltung endete mit einer von Marie Antonia von Schönburg, Präsidentin & CEO der KGCCI, moderierten Fragerunde. Die Diskussion vereinte Perspektiven aus unterschiedlichen Branchen und unterstrich die Bedeutung von Zusammenarbeit und Innovation für die weitere Stärkung der koreanisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen.

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(Von links) Tai Yoen Choi, Representative Director der Armacell Korea LLC; Ulf Albinsson, Vice President von TAURUS Systems Korea; Daniel (Il-Seung) Jun, Managing Director von Wilo Pumps; S.E. Georg Schmidt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Korea; Hyun-nam Park, Koreanische Vorsitzende der KGCCI; Seung Heon Lee, ehemaliger stellvertretender Gouverneur der Bank of Korea; Marie Antonia von Schönburg, Präsidentin & CEO der KGCCI; HaJoong Chung, Präsident von Siemens Korea; JiSook Lee, Managing Director von Bayer CropScience Korea; Katharina Viklenko, Director und Korrespondentin Korea bei Germany Trade & Invest (GTAI); Antonio Randazzo, Deutscher Vorsitzender der KGCCI; sowie Stefan Spreu, Vize-Vorsitzender der KGCCI, posieren für ein Gruppenfoto bei der Veranstaltung „KGCCI Economic Outlook 2026“. (Bildquelle = KGCCI)
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S.E. Georg Schmidt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in der Republik Korea, hält eine Rede bei der Veranstaltung „KGCCI Economic Outlook 2026“. (Bildquelle = KGCCI)
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(Von links) Marie Antonia von Schönburg, Präsidentin & CEO der KGCCI; Seung Heon Lee, ehemaliger stellvertretender Gouverneur der Bank of Korea; sowie Katharina Viklenko, Director und Korrespondentin Korea bei Germany Trade & Invest (GTAI), während der Podiumsdiskussion der Veranstaltung „KGCCI Economic Outlook 2026“. (Bildquelle = KGCCI)

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