Die Koreanisch-Deutsche Industrie- und Handelskammer (KGCCI, Präsidentin und CEO Marie Antonia von Schönburg) veranstaltete die 5. Ausbildung-Abschlussfeier im Banyan Tree Club & Spa Seoul und feierte den Abschluss von 65 Auszubildenden.
Das von der KGCCI in Korea eingeführte Ausbildung-Programm kombiniert zu 70 % praktische Ausbildung in der Industrie mit 30 % theoretischem Unterricht. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Auszubildenden ein offizielles Ausbildung-Zertifikat, das gemeinsam von der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) und der KGCCI ausgestellt wird.
In diesem Jahr wurde das Programm deutlich erweitert. Porsche Korea brachte seine ersten Absolventen hervor, und erstmals wurden auch Auszubildende in den Bereichen Karosserieinstandsetzung und Lackierung zertifiziert. Damit wurde das Programm über die allgemeine Wartung hinaus auf die gesamte automobile Wertschöpfungskette ausgeweitet.
An der Zeremonie nahmen führende deutsche Automobilunternehmen teil, darunter Porsche Korea, BMW Group Korea, MAN Truck & Bus Korea, Mercedes-Benz Korea sowie Volkswagen Group Korea, die gemeinsam die Leistungen und neuen Anfänge der Absolventinnen und Absolventen feierten.
Die Veranstaltung begann mit einer Rede von Georg Schmidt, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Korea. Es folgten Glückwünsche von Unsik Lee, Antonio Randazzo sowie Tobias Bolle.
Georg Schmidt betonte in seiner Rede: „Das Ausbildung-Programm in Korea ist ein starkes Beispiel für industriegesteuerte Berufsbildung und die Partnerschaft zwischen Korea und Deutschland. Während Elektrifizierung und Künstliche Intelligenz den Automobilsektor verändern, bleiben qualifizierte Fachkräfte unverzichtbar – sie übertragen Innovationen in die Praxis und gestalten die Zukunft der Mobilität.“
Auch Tobias Bolle übermittelte eine Videobotschaft: „Die Ausbildung in Korea hat sich als erfolgreiches Programm etabliert, das die berufliche Ausbildungskompetenz der deutschen Automobilindustrie widerspiegelt. Wir danken den teilnehmenden Unternehmen herzlich für ihre großzügige Unterstützung und dafür, dass sie den Auszubildenden die Möglichkeit geben, sich zu hochqualifizierten Fachkräften zu entwickeln.“
Besonders hervorzuheben ist, dass erstmals Absolventen in den Bereichen Karosserieinstandsetzung und Lackierung zertifiziert wurden – ein wichtiger Meilenstein, der die Erweiterung des Programms über die allgemeine Wartung hinaus auf die gesamte automobile Wertschöpfungskette unterstreicht.
Auf Grundlage von Abschlussprüfungen nach deutschen Standards wurden für jede Marke Auszeichnungen als „Best Trainee“ und „Best Trainer“ verliehen, um herausragende Leistungen und Exzellenz zu würdigen.
In der Kategorie allgemeine Wartung gingen die Auszeichnungen an: △ Porsche: Trainee Byeong-ryul Jeon und Trainer Ho-gyun Son (Deutsche Auto / Changwon) △ Volkswagen: Trainee Chan-oh Kim und Trainer Tae-ho Lee (Giohaus / Suncheon) △ Audi: Trainee Yong-joo Lee und Trainer Ho-kyung Lee (Webon Motors / Bundang) △ BMW: Trainee Chang-ho Jeon und Trainer Dong-joo Kim (Deutsche Motors / Songpa) △ Mercedes-Benz: Trainee Min-woo Baek und Trainer Gyu-hong Park (Star Motors / Geumjeong). In der Kategorie Karosserieinstandsetzung wurde ausgezeichnet: △ BMW: Trainee Han-jun Lee und Trainer Hyo-sang Kim (Deutsche Motors / Seongsu). In der Kategorie Lackierung wurde ausgezeichnet: △ Mercedes-Benz: Trainee Ha-neul Lim und Trainer Woo-soo Kim (HS Hyosung The Class / Jukjeon).
Byeong-ryul Jeon, ausgezeichnet als bester Porsche-Trainee, erklärte: „Die Ausbildung war eine wertvolle Gelegenheit, durch theoretisches Wissen und praktische Erfahrung zu wachsen. Auf dieser Grundlage möchte ich mich zu einem professionellen Techniker entwickeln, der die Werte von Porsche – Exzellenz in Leistung und Qualität – verkörpert.“ Er fügte hinzu: „Mein besonderer Dank gilt meinem Trainer, der mich während meiner gesamten Ausbildung unterstützt und begleitet hat.“
Antonio Randazzo unterstrich die Bedeutung der Leistungen der Absolventinnen und Absolventen: „Dieser Abschluss ist nicht nur ein Meilenstein, sondern ein Ausgangspunkt. Durch das Ausbildung-Programm der KGCCI haben diese jungen Fachkräfte nicht nur technisches Know-how erworben, sondern auch Resilienz, Verantwortungsbewusstsein und Problemlösungskompetenz – Fähigkeiten, die unsere Industrie dringend benötigt. Sie verkörpern den Geist der Ausbildung und werden eine wichtige Rolle für die Zukunft unserer Unternehmen und der deutsch-koreanischen Wirtschaftsgemeinschaft spielen.“
Die KGCCI führte das Ausbildung-Programm 2017 in Korea in Zusammenarbeit mit deutschen Automobilunternehmen wie Mercedes-Benz Korea und BMW Group Korea ein. 2018 schlossen sich MAN Truck & Bus Korea und Star Truck Korea an, gefolgt von Volkswagen Group Korea im Jahr 2019 und Porsche Korea im Jahr 2021.
Derzeit beteiligen sich vier koreanische Hochschulen an vier Ausbildungsgängen – allgemeine Kfz-Wartung, Karosserieinstandsetzung, Fahrzeuglackierung und Serviceberatung. Das Programm wächst stetig: Rund 400 Auszubildende und 370 Ausbilder sind derzeit an etwa 160 Servicezentren beteiligt. Insgesamt haben 340 Auszubildende das Programm erfolgreich abgeschlossen.
Darüber hinaus unterzeichnete die KGCCI im März ein Memorandum of Understanding (MoU) mit der Seoul Metropolitan Office of Education und führte im Rahmen des Programms „Matching Day in Seoul“ eine Rekrutierungsveranstaltung für Schülerinnen und Schüler aus 12 berufsbildenden Schulen in Seoul durch. Für 2026 ist die Aufnahme von insgesamt 110 Auszubildenden in vier Berufsfeldern geplant: allgemeine Wartung, Karosserieinstandsetzung, Fahrzeuglackierung und Serviceberatung.